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Reines
Trinkwasser - das flüssige Gold der
Zukunft!
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- Wasser
war in den letzten fünfundzwanzig Jahren eines
der wichtigsten Gemeindethemen.
Der
Erhalt der eigenen Quellversorgung lag sehr vielen
Bürgern am Herzen. Sie waren in ernster Sorge,
daß ein Jahrhunderte altes Erbe der
Interessenspolitik von Ämtern, Behörden und
einigen wenigen Energie - Großunternehmen
geopfert werden sollte. Das wäre nicht nur mit
immensen Kosten verbunden, sondern auch nie mehr
rückgängig zu machen gewesen.
- Die
UGL-Gemeinderäte arbeiteten eng mit der
Wasserschutzgemeinschaft zusammen. Dadurch wurde in
den letzten Jahren vieles erreicht. Mit der Sanierung
der Arlesbrunnenquelle, der teilweisen Erneuerung der
Ortsnetze, dem Einbau von UV- Anlagen, dem Bau von
Hochbehältern, der Ausweitung des
Wasserschutzgebietes und dem Bau der Kanalisationen in
den Ortsteilen, konnte die Trinkwasserqualität
und die Versorgungssicherheit im Gemeindegebiet
drastisch verbessert werden. Trotzdem kam es durch
ungünstige Witterung und schlechter Filterung im
Karst immer wieder zu Eintragungen u.a. von Coli- und
coliformen Keimen. Seit 2006 bestand deshalb eine
Chlorierungsanordnung für die
Trinkwasserquellen.
- 2007
wurde deshalb erstmals im Gemeinderat über den
Einbau eine der neuesten Technik entsprechenden
UV-Anlage in den drei Quellen nachgedacht.
- Am
20. Mai 2008 beschloss der Gemeinderat einstimmig die
Vergabe für den Einbau von
Ultrafiltrations-Anlagen in den drei gemeindlichen
Trinkwasserquellen Arlesbrunnen, Affalterthal und
Hundsboden. Damit war der entscheidende Schritt zum
Erhalt der eigenen Wasserversorgungen getan. Neueste
vollautomatische Technik ermöglicht nun die
Reinhaltung mittels spezieller Membranen, die
Trübungen, Keime und sonstige Verunreinigungen
herausfiltern. Eine nachgeschaltete UV-Bestrahlung
desinfiziert das Trinkwasser. Eine Chlorierung ist
damit nicht mehr erforderlich.
- Gute
Vorarbeit leistete zu dem Projekt das
Ingenieurbüro Dürrschmitt aus Nürnberg.
Herr Dürrschmitt regte u.a. eine Bündelung
der Ausschreibungen mit den Gemeinden Leutenbach und
Unterleinleiter an, um Kosten zu sparen.
- Den
Zuschlag erhielt die BHU-Umwelttechnik
GmbH
aus
Stuttgart-Filderstadt. Der Gesamtpreis für die
drei Trinkwasseranlagen mit Installierung beträgt
436.000
Euro.
Der Betrag wird per Einzelbescheid auf die Bürger
umgelegt. Es werden nur die Ortsteile herangezogen die
dieses Wasser auch nutzen. Eine schmerzhafte aber
wichtige Investition in unsere Zukunft und in die
unserer Kinder und Enkel.
- Die
erste der drei Anlagen, die Quelle Affalterthal, ging
Anfang April 2009 ans Netz. Im Mai soll der Betrieb
der Hightech-Filteranlage in der Egloffsteiner
Arlesbrunnenquelle in Betrieb genommen
werden.
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- Die
kommunale Selbstverwaltung beim Trinkwasser ist
genauso kostbar wie das Wasser selbst !
- Durch
die Sanierung und den Erhalt der Quellen bleibt der
Markt Egloffstein mit drei reichsprudelnden Quellen,
Eigentümer der Trinkwasserversorgung. Das
ermöglicht es ihm, die Preise auch in Zukunft
stabil zu halten. Im Gegensatz zu privaten Unternehmen
steht bei der Kommune die Versorgungssicherheit und
nicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund.
Schmerzhafte, weil teure Erfahrungen machen schon
jetzt Kunden und Kommunen mit Fernwasseranschluss,
denn sie werden, wie beim Strom und beim Gas auch,
immer heftiger zur Kasse gebeten, ohne Einfluss auf
die Preisentwicklung nehmen zu können. Dazu ist
das gelieferte Wasser aus transporttechnischen
Gründen immer chloriert.
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- Wie sieht
es anderswo aus?
- Wir
sehen am Beispiel von privatisierten
Wasserversorgungen in Großbritanien und
Frankreich, dass durch die Gewinnorientierung der
Unternehmen, Erhaltungsmaßnahmen wie z.B.
Wasserschutz, Leitungspflege und
-sanierung,vernachlässigt werden. Die Folgen sind
katastrophal, denn in weiten Teilen entspricht das
kostbare Nass nicht mehr der Trinkwasserverordnung.
Immense Leitungsverluste erhöhen den Wasserpreis.
- Ein
Beispiel: Die privatisierte Wasserversorgung samt
Leitungsnetz von Bordeaux (Frankreich) ist so marode,
daß Trinkwasser oft nicht mehr in den
Häusern ankommt und nicht mehr getrunken werden
kann. Ein Teil der Stadt muß mit Wassertanks
versorgt werden. Im täglichen Gebrauch ersetzt
man Leitungswasser durch abgefülltes, teueres
Tafelwasser.Vermutlich gibt es nur eine Lösung:
die Stadt muß für viel Geld die
Wasserversorgung zurückkaufen und dann auch noch
sanieren. Sie ist für die Versorgung der
Bevölkerung mit Trinkwasser verantwortlich.Und
wer zahlt das alles? Na raten Sie mal!
Mehr
aus Frankreich.
- Zufälligerweise
gehören den großen Trinkwasserkonzernen in
Frankreich auch große Teile der
Mineralwassergewinnung im Lande! Abgefülltes
Tafelwasser ist im Schnitt hundertmal teurer als
Trinkwasser. Schon machen die großen
französischen Wasserkonzerne Druck in
Brüssel. Bis jetzt gilt Trinkwasser als
"lebenswichtiges Gut" und gehört zur
"Daseinsvorsorge". Trinkwasser ist dadurch besonders
geschützt und unterliegt strengen Regulierungen
(Brüsseler
Trinkwasserverordnung
2003 ). Genau das steht aber den Wasserkonzernen im
Wege, um europaweit tätig werden zu können.
Mit viel Fleiß und Lobbyarbeit finden sich immer
wieder Abgeordnete
die sich mit Eingaben dafür einsetzen,
Trinkwasser als normales Handelsgut einzustufen.
Sollte dies gelingen, wäre der bisherige Schutz
ausgehebelt.
- An
der Börse wird zunehmend der Wert von Trinkwasser
erkannt. Hier ein Auszug aus "finance-daily.de" vom
27.12.2006:
- "....Beide
Fonds investieren in ein Aktienbasket mit mindestens
15 Titeln internationaler Unternehmen aus den Sektoren
Wasserwirtschaft, Wasserversorgung, sowie
Dienstleistungen und Technologien rund um das Thema
Wasser. Dazu zählen zum Beispiel Suez, Veolia und
ITT Industries. Wasser ist ein knappes Gut.
Experten gehen davon aus, dass sich die Nachfrage nach
Wasser in den nächsten 30 Jahren verdreifacht",
sagt Fondsmanager Thomas Heib.
Umwelteinflüsse und Klimawandel erschweren
zunehmend die Wasseraufbereitung. Es bedarf hier immer
neuerer Technologien. Zudem steigen
Privatisierungsgrad bei der Wasserversorgung und der
Absatz von Flaschenwasser. Der Markt ist in Bewegung -
und davon können Investoren über unseren
Fonds profitieren." Bei steigenden Kursen des zugrunde
liegenden Aktienkorbes sind Anleger zum Ende der
jeweiligen Laufzeit mit 100* Prozent an der
durchschnittlichen positiven Wertentwicklung
beteiligt. Andernfalls greift die Wertsicherung, die
das eingesetzte Kapital der Anleger - abzüglich
Ausgabeaufschlag - zum Ende der Laufzeit komplett
absichert....."
- Wasserkrisen
weltweit:
Wasseruhren
für Soweto
Südafrika,
Wasserkrieg
in
Bolivien.
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"Am
Beginn des 21. Jahrhunderts steht die Erde vor einer
ernsthaften Wasserkrise."
- Mit
diesen Worten beginnt die Zusammenfassung des
Welt-Wasser-Berichts der Vereinten Nationen, die 2003
zum "Internationalen Jahr des Süßwassers"
erklärten.
- Das
Wasser brachte sich selbst in die Schlagzeilen, als
das Trinkwasser in Italien knapp wurde, Schiffe auf
dem Vater Rhein keine Handbreit Wasser unterm Kiel
hatten, Reaktoren mangels Kühlwasser abgeschaltet
werden mussten und die Pegelstände in deutschen
Talsperren auf Rekordtiefmarken absanken. Die andere
Seite der Medaille: Nach Sturzfluten musste
Südfrankreich im Dezember Land unter melden.
Unterdessen drohen in den Dürrezonen der Erde
bewaffnete Konflikte ums kostbare Nass.
- Das
Wasser dieser Welt ist ungleich verteilt, während
ein Tastendruck 10 Liter durch die
Toilettenspülung rauschen lässt, muss ein
Kind in Afrika oftmals kilometerweit laufen und
dieselbe Menge mühsam von einem Brunnen
herbeischaffen. In großen Teilen Afrikas, im
Nahen Osten und in Asien stehen der Bevölkerung
täglich nicht mehr als drei Liter pro Kopf zur
Verfügung - zum Trinken, Kochen und Waschen. Zum
Vergleich: Ein Mitteleuropäer verbraucht 125
Liter Wasser am Tag, ein Amerikaner fast 300
Liter.
- Ein
Drittel der Weltbevölkerung hat nach Angabe von
Jürgen Trittin keinen Zugang zu sauberem
Trinkwasser. In der Dritten Welt ist unreines
Trinkwasser die Hauptursache für Krankheiten.
"Täglich sterben 6000 Kinder an Krankheiten, die
durch unsauberes Wasser übertragen werden", so
die Unesco in ihrer Bilanz.
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- Wir
müssen also wachsam und fürsorglich mit
unserem kostbaren Nass umgehen. Es ist und bleibt
unser Lebensmittel Nr.1,
- auch
wenn das Bier manchem besser
schmeckt!
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Mehr
Informationen:
- Trinkwasser.de
- Unser
aller Wasser
- blue
planet project
- Informationen
rund ums Wasser
- Trinkwasserprivatisierung
- Das
Wassersyndikat
-
- Arbeitskreis
Pflanzenschutzmittelinformation - Unkrautfrei ohne
Reue
- Trinkwasser
in Deutschland besitzt eine hervorragende
Qualität. Damit dies so bleibt, ist ein
konsequenter Schutz unserer Gewässer - unter
anderem vor Pflanzenschutzmitteln - notwendig. Nur
dann können die Wasserwerke ohne hohen
technischen Aufwand aus Flüssen, Seen und
Grundwasser bestes Trinkwasser gewinnen.
- Sie
als Verbraucher haben einen entscheidenden Einfluss
darauf, dass Pflanzenschutzmittel nicht in den
Wasserkreislauf gelangen - etwa über Abfluss oder
Gully. Unsere Tipps helfen Ihnen dabei, Ihr Unkraut
ohne schlechtes Gewissen loszuwerden.
- Der
Gesetzgeber hat die Bedeutung des Themas erkannt und
für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
strenge gesetzliche Regelungen erlassen. So ist der
Einsatz auf allen befestigten Flächen untersagt.
Eine gesetzwidrige Anwendung wird als
Ordnungswidrigkeit mit empfindlichen Strafen von bis
zu 50.000 Euro geahndet.
- wasser-und-pflanzenschutz.de
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Nachruf
zum Tod von Hermann Müller
am 28.Mai 2008
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- Lieber
Hermann,
- die
Vorstellung, dass es dich
nicht mehr gibt, fällt
mir sehr schwer.
- Das
Bild vom Sommer 1991
(links) war
charakteristisch für
dich. Du hältst einen
riesigen Wurzelzopf in
Händen, den du mit
Mitstreitern der
Wasserschutzgemeinschaft aus
dem alten Quellschacht der
Arlesbrunnenquelle gezogen
hast. Andere riefen wegen der
schlechten Wasserqualität
nach Fernwasser - du bist der
Sache mit Schaufel und
Gummistiefeln auf den Grund
gegangen und danach liefen die
Dinge anders!
- Auch
wenn du bei deiner letzten
Rede, Ende April, zur Ehre des
Altbürgermeisters den
Eindruck erwecken wolltest,
dass er der Retter unserer
Trinkwasserversorgungen ist:
wir wissen alle, dass du es
warst, der mit Fachwissen,
Sachlichkeit und Ausdauer die
Wandlung von Christian Meier
vom "Wasser-Saulus" zum
"Wasser-Paulus " geschafft
hat.
- In
den zwölf Jahren deiner
Ratstätigkeit und den
sechs Jahren als zweiter
Bürgermeister hast du
viel bewegt. Auch wenn du mir,
zugegebenerweise, oft zu
friedlich und zu sehr um
Konsens bemüht warst und
mich deshalb Ungeduld plagte.
Aber die Zeit und die
Entwicklung haben dir recht
gegeben. Ich danke dir
für diese
Erfahrung.
- Jetzt
müssen wir ohne deinen
Rat und deine Erfahrung
auskommen - du wirst uns
fehlen, dein leerer Platz wird
uns alle schmerzen.
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- In
respektvollem
Gedenken
- Uta
Hofmann,
Vorsitzende
der
Wasserschutzgemeinschaft
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